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Fische im Miniteich???

Wer hilft wem? Buddies on a mission!
BK-Blog
In unseren bisher zwei Miniteichprojekten geht es um je knapp 90l Wasserraum. Bei beiden haben wir uns vorher intensiv informiert ob so ein kleines Basin wirklich als ausreichender Lebensraum für "echte Fische" funktionieren kann.

Warum eigentlich nicht?

Zum einen wurde uns gesagt, dass je Liter Wasser als Faustregel 1cm Fischbestand vertretbar ist. Daran haben wir uns auf jeden Fall gehalten.

Dann ist da noch die Frage nach der ausreichenden Sauerstoffversorgung für die kleinen Biester. Auch hier haben wir ein Go aus dem Zoofachhandel bekommen - wo man sehr viel mehr Fische unter ganz gleichen Bedingungen (zum Verkauf bereit) hält.
Wir beziehen ausreichend Sauerstoff aus fleissig produzierenden Pflanzen und durch die Umwälzung der Solarpumpe. Wer sich einmal per Kamera unter der Wasseroberfläche umsieht erfährt erst, wie viele tausende kleine Bläschen an jeder Pflanze und der gesamten Aussenwand des Basins anhaften.

Die dritte Frage ist natürlich nach ausreichend Schutz vor Räubern, wie etwa Vögeln oder gar Katzen. Auch hier haben wir Vorkehrungen getroffen und einfach das Anlanden der Vögel erschwert. Ausserdem müssten die Vögel schon sehr nahe ans Fenster kommen, was alles zusammen - plus schützendes Dickicht im Wasser mit ausreichend Versteckmöglichkeiten für alle Fische - einen Raubzug in unserem Teich sehr
unattraktiv machen.

Frage 4. ist das mit den verschiedenen Zonen im Teich... die können wir in einem Miniteich auf dem Balkon schlicht gesagt nicht bieten. Im Prinzip haben wir eine ufernahe Zone erschaffen, mit ufernaher Bepflanzung, nur wenig Strömung durch eine nicht zu starke Pumpe, die nur bei Sonneneinstrahlung läuft und sowohl sonnige als auch beschattete Stellen, ganz wie ein ufernah lebender Fisch es von uns erwartet;)

Das führt uns zur 5. Frage: Der Besetzung des Miniteiches.
Wir haben uns hier für eine kleine Gruppe Bitterlinge entschieden und ein paar kleine Fische im Schwarm dazu genommen, von denen wir noch nicht wissen was sie mal werden sollen. Falls ein harter Winter kommt ist die Unterbringung für alle längst geregelt.
Zu den Fischen gesellen sich eine Hand voll Teichmuscheln. Diese sind für die Bitterlinge zur Fortpflanzung unerlässlich und viel aufregender zu beobachten als ihr jetzt vielleicht denkt. Muscheln wandern teilw. erstaunlich weite Strecken und verändern mit ihren Wegen / Furchen im Kies ständig den Grund des kleinen Teiches. Sie wühlen Schwebeteilchen auf und reinigen gleichzeitig das Wasser von diesen. Und sie sind die Kinderstube für die Bitterling Babys. Sehr spannend das alles.

Zusammengefasst haben wir uns ausschliesslich für heimische, ufernahe Bewohner entschieden, die wunderbar mit einander auskommen - einander mitunter sogar dringend brauchen.

Wir sind absolut keine Spezialisten auf diesem Gebiet, aber haben bisher keine Negativerfahrung mit den Miniteichen und Fischbesatz gemacht. Wenn ihr wertvolle Tipps oder Anregungen habt - schreibt uns gerne Kommentare!

Viele Grüße!

Martin und Benni vom BK
09.07.2017
Ein Beitrag von:
Martin






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