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Ab an die Hecke! Erfahrungswerte bei 300m Hecke schneiden.

Wer hilft wem? Buddies on a mission!
BK-Blog
Moin moin.

Die Schonzeit ist rum, die Vögel sind aus den Nestern und man darf und sollte wieder die Hecken stutzen. Wie der Titel schon sagt habe ich gerade ordentlich Hecke geschnitten und dabei einiges an Erfahrungen gesammelt.

Zunächst einmal zum Besteck.

Ich hatte eine elektrische "Heckenschere" - watt eher ne Säge is - zur Verfügung. Die sollte man vor Beginn der Arbeit und zwischendurch schön ölen. Dann gibt es ein paar kleine Kniffe zu berücksichtigen - aber dazu kommen wir gleich...
Grundsätzlich habe ich mir hier auf Grund des geringeren Gewichtes, der Möglichkeit einer nahen Steckdose und des geringeren Lärmes für ein elektrisches Model entschieden. Ich denke auch dass die elektrische Schere evtl. einen Sicherheitsvorsprung hat, etwa weil sie sofort aus ist wenn ich so falle oder stolpere, dass sich das Kabel aus der Steckdose zieht, wärend eine Benzinsäge weiterläuft, solange meine Finger noch Gas geben.

Für dicke Äste, die mitunter weg müssen, damit wieder feines Geäst nachwachsen kann, und man überhaupt in die Lage kommt die Hecke massiv zurück schneiden zu können, braucht man eine anständige Astschere. Oft sind dicke Äste so weit vom Stamm weggewachsen, dass der ganze Ast gekappt werden muss, damit die Säge sich überhaupt durcharbeiten kann.
Je länger die Griffe von den Klingen weg
sind, um so einfacher ist das Schneiden damit, und davon abhängig ist der mögliche Durchmesser, den man schneiden kann.

Für die Säge und ggf weiteres elektrisches Equipment ist eine Kabeltrommel und eine Verlängerung notwendig. An meiner Kabeltrommel ist ein female Stecker, aka eine Buchse, also müsste ich die ganze Trommel am Handgelenk tragen, wenn ich jetzt das 10cm Anschlusskabel der Heckenschere einstecke - dafür das Verlängerungskabel. Von der Trommel zur Schere.

Brille, festes Schuhwerk, Handschuhe und Gehörschutz muss ich wohl nicht erklären;)


Los gehts.

Falls deine Hecke auf schrägem Gelände steht gilt es sich erstmal Gedanken zu machen von welcher Seite man die Hecke oben schneiden sollte.
Wenn eine Seite der Hecke am Hang liegt kann man von da aus ggf leichter sägen, weil man die schwere Schere nicht so hoch halten muss.

Wie immer arbeite ich von der Steckdose weg, so ist mein Kabel niemals im Weg. Ich verlege die Stromversorgung auf Nummer Sicher. Dann öle ich mein Besteck und ziehe meine Ausrüstung für die Sicherheit an.

Mit welcher Technik ich säge hängt ganz von der Art der Hecke ab. Buchen z.B. haben teilw. sehr weiche Äste voller Blätter, da kommt die Säge von unten nach oben besser durch. Das geht allerdings (wie die ganze Sägearbeit mit einer schweren Säge) ganz schön auf den Rücken! Darum kann ich nur empfehlen die länge der Segeblätter nach dem Anwendungsgebiet auszusuchen! 80cm Säge gehen nur unnötig auf den Rücken, wenn es um eine 50cm Hecke aus Minibuchsbäumen geht;) Dann doch lieber kürzere Sägeblätter und weniger Überlast am Ende der Arme.

Davon ab ist es sinnvoll die Arbeit nicht nur auf Arme und Rücken, sondern auch die Beine zu verteilen. Aus einem sicheren Stand heraus kann man sich viel Rückenarbeit durch die Oberschenkel sparen, wenn man es geschickt anstellt. Ein leichtes Hocken wirkt da Wunder.

Ich bin keiner von denen die sich eine Peilschnur spannen - aber wer ein schlechtes Augenmaß hat kann sich damit natürlich eine Flucht anzeigen lassen, etwa für die Kante, an der man sich dann orientieren kann.

Man merkt schnell wie man am besten arbeiten kann. Grundsätzlich hat es eigentlich wenig Vorteil die Hecke in mehreren Schichten zu beschneiden. Ich habe mal gelernt dass sie Säge stark genug ist - und man viel Anstrengung (selbst später beim Aufsammeln) spart, wenn man gleich grosse Stücke abschneidet und nicht Schicht für Schicht arbeitet und überall Schnippsel rumliegen, die man einzeln greifen und schlechter tragen kann / muss.

Das einzige was der Säge gefährlich werden kann ist im Prinzip wenn ein Zaun in der Hecke steht. Sowas prüft oder fragt man dann besser vorher. Wenn man an einen zu dicken Stamm gerät benutzt man die Astschere - und macht sich vorab Gedanken wo man den Cut am dicken Ast haben will, und welche Sprosse von diesme Ast ggf wichtig für die ganze Hecke sind.
Sonst schneidet man sich ganz schnell mal ein zu grosses Loch in die grüne Naturwand;)

Ich muss ehrlich sagen, ich arbeite gerne mit seitlichen Schritten, also gehe auch mal ein paar Meter mit der laufenden, schneidenden Säge in der Hand. Dabei muss man halt gucken ob das Kabel dies zulässt. Wenn das Geäst zu sehr mitgeht führe ich die Säge horizontal durch das Laub nach oben, und wenn ich Kanten schneide fahre ich auch schon mal eine vertikale Säge an der Hecke entlang. Aber passt bei so etwas unbedingt auf, dass ihr bei Kräften seid und euch die Schere nicht zu nahe kommt!

Generell - eine Maschine mit scharfen laufenden Teilen ist gefährlich, also unbedingt auf sich und alle Mitmenschen und Tiere acht geben!

Habe ich einen Hinweis vergessen?

Schreibt mir gerne Kommentare.

M. vom BK
04.08.2017
Ein Beitrag von:
Martin



Rubrik: Garten bauen



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