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Auto folieren <- in Arctic Camouflage / Urban Arctic Camo

Wer hilft wem? Buddies on a mission!
Auto folieren <- in Arctic Camouflage / Urban Arctic Camo
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Auto folieren <- in Arctic Camouflage / Urban Arctic Camo

Nach der guten Erfahrung mit dem folierten Fahrrad (http://www.bauklub.de/bk-blog-show.php?id=37&n=Fahrrad-folieren-mit-Mooxi-Bike-Folie!) war die Zeit einfach gekommen um mal ein Auto zu folieren.

Für den ersten Versuch sollte es eine Teilfolierung sein, und einen Helfer habe ich ganz leicht über den Klub gefunden. Die Mission findet ihr noch unter http://www.bauklub.de/archiv-missionen.php?b=10017

Also haben wir uns aus terminlichen Gründen abends um 7 getroffen. Wer denkt dass man den Wagen noch im Tageslicht fertig bekommt, oder überhaupt denkt man schafft so ein Projekt an einem Tag, der wird sich gleich wundern...

1. wird es im Sep. schlagartig abends dunkel, sobald man anfangen will (und dunkel im Herbst meint auch feucht und diesig) und 2. haben wir ohne Zeitvorstellung angefangen, und ganz entspannt mal bis morgens um 6 gebraucht. Da war es dann allerdings schon wieder hell - der Final Touch Up fand also wieder unter Tageslichtbedingung statt.

Zum Buddy: Phil, um die 30, netter Typ, kam gut vorbereitet mit u.A. krassem Reinigungsmaterial und einer Leiter - absolut hilfreich, und sehr entspannter Typ. Wie ein gutes Date - ohne zu
murren bis morgens geblieben und vor dem Frühstück verabschiedet;)

Zur Mission: Das Auto war zu 99% sauber, die Folien ausreichend und das Konzept mit Beispielbildern stand.

Los gings. Leider war stets als erstes das 1% kleiner Alltagsrückstände vom Lack zu "kratzen" was viele Nerven und Zeit kostet, sich aber anschliessend auszahlt. Jedes Pünktchen dass auf dem Lack mit foliert wird kann später wie ein Pickel in der Folie aussehen. Das mikroskopische Körnchen sieht unter Folie 10 fach vergrößert aus. Also ab damit!

Glücklicher Weise hatte Phil so eine Art Knetmasse dabei, mit der man ohne Druck diese Körnchen vom Lack polieren kann, und anschliessend nochmal mit nem Handtuch drüber wischt um das dreckige Wasser vom (eigentlich schon sauberen) Auto zu entfernen.

Dann muss man sich besprechen was und wie foliert werden soll. Bei einer Teilfolierung natürlich häppchenweise. Berücksichtigt werden muss die angepeilte Optik und die Durchführbarkeit hinsichtlich der schwierigen Stellen. Das sind große Winkel, Türspalten, Griffe und Zierleisten, Embleme wie das Renegade Logo an den vorderen Türen und vor allem der Endgegner; der Tankdeckel. Man wird mit der Zeit besser, und wir haben ausgesprochen gut zusammenarbeiten können. Wie ein jahrelanges Team haben wir schwierige Parts gemeinsam und einfache Stellen jeder für sich selbstständig gemeistert.
Ich glaube so eine Mission mit viel Köpfchen, Theroie und Planung vor jedem Schritt, klappt echt nur wenn das Team gut funktioniert. Da hilft nur ein gleicher Humor und gute Kommunikation.

Wir haben die Aufgaben etwas aufgeteilt und Phil war der Kanten und Heissluft- Spezialist, wärend ich eher Folien zugeschnitten habe die wir dann gemeinsam platziert haben - übrigends ganz ohne Wasser und nur selten im zweiten Versuch. Nur beim Tankdeckel war ein zweiter Versuch notwendig, ansonsten haben wir und die Folie es immer geschafft, jede Schwierigkeit irgendwie noch zum Erfolg zu bringen. Sehr hilfreich ist moderne Folie mit Luftkanälen. Das bedeutet dass man kleinere Luftblasen nicht bis zum Rand treiben muss, sondern regelrecht flach drücken kann.

Wenn man die Folie wirklich noch mal abziehen und korrigieren muss, dann sollte man flächig ziehen. Also auch mit allen verfügbaren Händen. Dennoch dehnt sich die Folie dabei gerne, und darum sollt man zweite Versuche tunlichst vermeiden, oder eben nochmal ganz von vorne anfangen (bei der Teilfolierung).
Überhaupt haben wir erst noch die Folien nach und nach vom Träger abgezogen (eher andersrum) und sind später zu kompletten Folien ohne Trägerpapier übergegangen. Knicke in der Folie hatten sehr oft mit schlecht abgezogener Trägerfolie wärend des Kelebens zu tun. Wenn ihr mal foliert würde mich interessieren wie ihr das macht, also gleich ohne Trägerfolie mit der Folie ans Objekt, oder erst mal anfangen, und die Folie nach und nach abziehen, bzw. abrollen.

Wenn man wie wir über Nacht arbeitet ist gutes Licht unablässlich. Da hatten wir Glück mit Equipment vom Film arbeiten zu können; einem Strahler, unter dem man sich auch gut aufwärmen konnte;) Ausserdem ist es wichtig die Feuchtigkeit vom Wagen zu wischen, die die Nachtschicht leider mit sich bringt. Ganz ganz wichtig, vermutlich...

Dann haben wir ja auf engstem Raum (jedoch ausreichend) gearbeitet, darum haben wir den Wagen dann und wann mal vom Hof gefahren, um mit etwas Weitsicht beratschlagen zu können was besser geht oder als nächstes geklebt werden soll. Einfach drauf los ist nicht beim Folieren.

Wir haben uns an wenigen Beispielbildern aus dem Internet orientiert, und dabei auf die Formen und die Anordnung der Camo Style Folien geachtet.

Bei uns treffen sich die Flächen kantig oder auf den Ecken. Türen oder Fenster werden ausgespart - aber auf der anderen Seite weiter berücksichtigt, das die Flächen also auf der anderen Seite des Fensters oft weiter gehen usw.

Mit zwei Leuten haben wir für den Wagen in aller Ruhe 22 Std. gebraucht, also 2x 11h. Die Seite mit den größeren Flächen gefällt mir persönlich besser. Das ist die Fahrerseite. Ob ich mit dem Look der Karre zufrieden bin wird sich noch zeigen. Man ist ja überkritisch, wenn man es selber geklebt hat. Jedenfalls habe ich noch mal mindestens genau so viel Folie übrig behalten wie verbraucht. Es steht uns also frei nochmal alles runter zu ziehen und den Zebra Look zu testen.

Ich bin mir nicht sicher welche weitere Erfahrung man über unsere Hinaus machen kann, aber auch wenn ich eine Erkältung von der Nachschicht davon getagen habe hat es super Spass gemacht - was sicherlich vor allem am beteiligten Helfer und Buddy, und wie einfach das ganz Projekt am Ende war hängt.

05.09.2017
Ein Beitrag von:
Martin






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