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Urban Art mit Stencil / Schablonen Graffiti

Wer hilft wem? Buddies on a mission!
Urban Art mit Stencil / Schablonen Graffiti
Urban Art mit Stencil / Schablonen Graffiti
Urban Art mit Stencil / Schablonen Graffiti

Die Metropolen der Welt sind voll davon; egal ob NYC oder Hamurg Altona; wer die Augen auf hält, und auch mal in die dunklen Ecken guckt, wird oft mit Urban Art aller feinster Machart belohnt.

Vor allem durch den Briten Banksy bekannt geworden gibts mittlerweile in fast jeder Metropole dieser Welt kleine und große Schwarweissdrucke, die sich oft an den örtlichen Gegebenheiten orientieren, aber auch bunte Styropor- 3D- Skulpturen, und natürlich Stencil Art an den grauen Wänden der Großstädte.

An manchen Tagen denke ich urbane Street Art ist die echte Kunst. Unkommerziell, kreativ, mit Einsatz.

Man muss sie entdecken, denn sie entsteht im Verborgenen und nachts. Es gibt keine feierliche Einweihung mit Sekt, sondern Adrenalin für den Künstler, der nachts in 3m Höhe auf der Leiter steht und seine kostbare Arbeit an eine Wand klebt, wo sie 95% der Passanten nicht mal sehen werden - aber 5% der Leute - und diese 5% werden zu schätzen wissen was da an Blut und Schweiss und Ausdruckkraft an die Wand gebracht wurde!

Der Kunst der Dose durch die Schablone wollen wir uns heute widmen.

Ich benutze selbst erstellte Schablonen nur just for fun. Für Geschenke an Freunde, oder früher für Band Zeug.

Das zweite Bild zeigt ein Steuerruder das ich mal restauriert habe, und dem ich dann gleich ein schönes Logo drauf lackiert
habe.

Wenn ich mir Schablonen erstelle nutze ich zur Inspiration erstmal die Google Bilder Suche.
Wenn sich nichts findet nutze ich eigene Bilder vom Handy, die ich dann mit der Hilfe beliebiger Kunst / Bildbearbeitungs Apps ein bischen im Kontrast anpasse, und anschliessen in schwarz / weiss ausrucke.

Da ich ein Low Budget Künstler bin drucke ich mir die Schablone immer auf das etwas festere Papier eines Kataloges.
Ggf. arbeite ich die schwarzen Parts noch etwas mit Filzstift nach und beginne dann die gedruckten Bereiche sorgfältig auszuschneiden. Dafür benutze ich ein Cutter / Teppichmesser. Skalpelle drehen sich für meinen Geschmack zu oft weg, wenn etwas mehr Kraft im Spiel ist.

Beachtet auch den Schutz eures Arbeitsplatzes. Nicht in den edlen Küchentisch ritzen!
Schön was unterlegen, und dabei dann gucken, dass ihr die Stelle einer Papierunterlage (Zeitschrift) oft genug wechselt, sonst ergeben sich nachher Spuren die das Messer nachzieht, und euer Motiv ist dahin.

Natürlich ist eine größere Realitätsnähe cool, und man muss ein gutes Gefühl für Licht und Schatten entwickeln, denn nur in schwarz / weiss später soll das Motiv ja trotzdem möglichst dreidimensional wirken, und die Linien müssen sich mit den Gedanken des Betrachters zu einem räumlichen Gesamtbild ergänzen können.

Das größte Problem beim Schablonen basteln und benutzen sind die Wellungen in der Schablone. Daran arbeite ich auch immer noch. Nach jedem Arbeitsgang presse ich die Schablone zwischen alten Zeitungen, und dennoch bekommt man ab der dritten Lackschicht oft nur noch schwer glatt, was sich doch so gerne wellen möchte...

Ich besprühe mittlerweile am liebsten altes gutes Papier oder Leinwände, die ich günstig kaufe und selber in weiss grundiere. Zahnweiss sieht dabei besser aus als perlweiss. Es ist auch deutlich weniger anfällig, denn beim Sprühen wird immer alles staubig, das ist ein trauriges Naturgesetz.
Eines der schlimmsten.

Also; bevor es ans finale Werk geht sichere ich die Umgebung gegen Sprühnebel(! nicht unterschätzen !) und lackiere ein Testbild. Oft erkenne ich auf diese Weise zu filigran gearbeitete Linien - wobei möglichst filigran ja säter auch möglichst cool ist - aber es muss hat auch funktionieren.

So. Wenn alles klar ist nehme ich meine Sprühdose, habe die Schablone so glatt wie möglich mit Gewichten (Nüsse von der Knarre und Impusschlüssel) belegt auf der Leinwand oder dem elden Papier, und ab geht die Post.

Nicht zu viel, nicht zu dick, nicht zu schräg (= unter die Schablone sprühen... nicht gut!) und auf keinen Fall am Aufbau rütteln.

Dann klappts. Ist eigentlich überhaupt nicht schwer.

Atmenschutz (siehe Amazonlink, hält länger als man denkt und hält vor allem gesund!) nicht vergessen, und ich binde mit immer noch eine alte Decke um. Ist in Sekunden wieder über dem Haken, und ich saue mir nicht die Klamotten ein.

Peace out.

Martin vom BauKlub

27.10.2017
Ein Beitrag von:
Martin



Rubrik: Dekoration



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